Zweifach- oder Dreifachverglasung: Was passt zu Ihrem Haus?

Was bedeuten Zwei- und Dreifachglas?

Eine Zweifach-Isolierverglasung besteht aus zwei Scheiben und einem abgeschlossenen Scheibenzwischenraum. Bei einer Dreifachverglasung kommen drei Scheiben und zwei Zwischenräume zusammen. Die Scheibenzwischenräume enthalten meist trockene Luft oder ein Edelgas; Beschichtungen können den Wärmeverlust verringern. Der genaue Aufbau, die Beschichtungen und Zwischenraumbreiten unterscheiden sich. Lassen Sie sich deshalb die Produktangaben der konkreten Verglasung zeigen.

Der Ug-Wert beschreibt den Wärmedurchgang der Verglasung allein. Ein niedrigerer Wert bedeutet weniger Wärmeverlust durch dieses Bauteil. Zum vollständigen Fenster gehören auch Rahmen und Randverbund. Der Uw-Wert ist daher aussagekräftiger, wenn Sie Fenster als Gesamtelemente vergleichen. Verwenden Sie einen Ug-Wert nie so, als wäre er die Leistung der gesamten Fensteröffnung.

Dreifachglas ist eine Möglichkeit, kein Muss

Dreifachglas kann den Wärmeverlust durch das Glas verringern und die innere Oberflächentemperatur bei kaltem Wetter verbessern. Das ist besonders interessant, wenn das Haus gut gedämmt ist, Rahmen und Montage für die schwerere Verglasung ausgelegt sind und die übrige Gebäudehülle ein vergleichbares Niveau erreicht. Dreifachglas wiegt mehr als Zweifachglas und kann andere Anforderungen an Beschläge und Profile stellen.

Eine zusätzliche Scheibe kann zugleich Lichttransmission und solare Wärmegewinne verändern. An einer stark besonnten Fassade kann weniger unerwünschte Wärme hilfreich sein. Weniger kostenlose Sonneneinstrahlung in einer kühlen Jahreszeit kann dagegen nachteilig sein. Das hängt von Ausrichtung, örtlicher Sonneneinstrahlung, Verschattung, Raumnutzung und außenliegendem Sonnenschutz ab. Achten Sie daher auch auf g-Wert und Lichttransmission.

Verglasung auf Fassade und Klima abstimmen

In Dénia und Lissabon verdienen Sonneneinstrahlung, Lüftung und außenliegender Sonnenschutz besondere Beachtung; in Lyon kann der Komfort in kühleren Zeiten stärker ins Gewicht fallen. Das sind keine starren Regeln je Stadt: Eine Nordfassade, ein geschützter Innenhof oder eine Wohnung unter einem Balkon verhält sich anders als eine unverschattete Südfassade. Lassen Sie unterschiedliche Fassaden getrennt beurteilen.

Bei Verkehrslärm kann ein asymmetrischer Glasaufbau oder eine akustisch wirksame Verbundscheibe sinnvoll sein; mehr Glasdicke allein garantiert keinen bestimmten Schallschutz. Für Sicherheit und Schutz vor Verletzungen kann je nach Einbausituation und Vorschrift Sicherheitsglas erforderlich sein. Lassen Sie sich erklären, welche Funktion die jeweilige Glasschicht erfüllt.

Vollständige Fensterdaten anfordern

Vergleichen Sie Angebote für dieselbe Fenstergröße und Profilserie. Notieren Sie Uw, Ug, gegebenenfalls Uf, g-Wert, Lichttransmission, Glasaufbau, Scheibenzwischenraum, Abstandhalter und Öffnungsart. Fragen Sie, ob Lüfter, Rollläden oder Sonnenschutz die Leistung beeinflussen. Die Werte sollten zur angebotenen Größe und Konfiguration gehören, nicht zu einem anderen Musterfenster.

Dreifachglas kann für ein Fenster die richtige Wahl sein und für ein anderes unnötig. Entscheiden Sie anhand des Komfortziels, der Ausrichtung, Glasfläche, des Profils, der Montage und des Budgets. Eine Besichtigung hilft einzuschätzen, ob bestehende Rahmen, Lüftung und Sonnenschutz mit der neuen Verglasung zusammenpassen.

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